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Fachtag “Naloxon rettet Menschenleben”

Seit über 40 Jahren wird Naloxon in der Rettungs- und Notfallmedizin erfolgreich bei Überdosierungen von Heroin oder anderen Opiaten eingesetzt. Naloxon kann innerhalb weniger Minuten opiatbedingte lebensbedrohliche Effekte wie Atemlähmung, Hypoxie, Bewusstlosigkeit und Blutdruckabfall aufheben und Todesfälle vermeiden.

Der Drogennotfall ist ein häufiges Geschehen im Leben eines intravenösen Drogengebrauchers. Überdosierungen sind meistens unbeabsichtigt und verlaufen, mangels rechtzeitiger adäquater Hilfeleistung, häufig tödlich. In circa der Hälfte der tödlichen Fälle sterben Überdosierte an Atem- und Kreislaufstillstand. Sehr oft passiert dies in Privatwohnungen und in Anwesenheit anderer Personen. Hierbei handelt es sich meistens ebenfalls um Drogenkonsumenten, wo Illegalität und Unwissenheit adäquate Hilfe verhindern. Das Trainieren des angemessenen Verhaltens im Drogennotfall ist für die primäre Drogennot- und -todesfall Prophylaxe von zentraler Bedeutung.

Die Drogentodeszahlen sind aktuell wieder gestiegen und besonders betroffen sind (immer noch) Heroinkonsumenten und Substituierte. Aus Sicht der Veranstalter ist es dringend erforderlich, Opiatkonsumenten auf diese lebensbedrohliche Situation vorzubereiten und in Erste-Hilfe-Maßnahmen und einer Naloxonvergabe zu schulen und dies zur Verfügung zu stellen.

naloxon-web-1Immer wieder werden Skepsis oder Befürchtungen von Fachleuten, die sich für die Naloxon-Abgabe interessieren, geäußert. Besonders die rechtliche Problematik welche die Naloxon-Vergabe an Drogengebraucher (im Rahmen der Laienhilfe) mit sich bringt, scheint sowohl national als auch international betrachtet eine der Haupthinderungsgründe zu sein.

Bereits in den Jahren 1998 bis 2002 hat der Drogenhilfe-verein Fixpunkt e.V. Berlin erfolgreich ein Modellprojekt für die Vergabe von Naloxon an Opiatkonsumenten in Kombination mit einem Drogennotfalltraining durchgeführt und dieses Angebot seitdem in ihre Regelversorgung übernommen. Naloxon in die Hände von Opiatkonsumenten zu geben bedeutet medizinische Kompetenz abzutreten und verlangt daher eine andere Haltung gegenüber Drogen gebrauchen- den Menschen.

Veranstalter

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in Kooperation mit

Jahreshauptversammlung des akzept-Landesverbandes NW

Liebe akzept-Mitgliederinnen,
auf der Jahreshauptversammlung des akzept Landesverbandes NRW  am Donnerstag, dem 20.September 2012, wurde eine neuer Vorstand gewählt.

Der Vorstand setzt sich in den nächsten beiden Jahren wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Marco Jesse (Köln)
2. Vorsitzender, Urs Koethner (Essen)

Kassenwart, Bernard Garling (Greven)

 

Zu den neuen Beisitzern wurden

Thomas Hethey (Hagen),

Dr. Wolfgang Schneider (Münster)

und Edwin Scholz (Ahlen)

 

 

Fachtagung vom Landesverband akzeptNRW e.V:

"Das Erbe der Drogenhilfe: Legenden- und Zukunftsbildung"

am 19.3.2010 in Bochum.

Talkrunde auf der Fachtagung vom Landesverband akzeptNRW e.V:

"Das Erbe der Drogenhilfe: Legenden- und Zukunftsbildung"

am 19.3.2010 in Bochum.

Teilnehmer: Edwin Scholz, Dipl. Sozialarbeiter, Dipl.Supervisor, Leiter des Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung e.V Ahlen, Ehrenmitglied bei akzept e.V.; Marco Jesse, Geschäftsührer von Vision e.V. (ehemals Junkiebund) Köln; Jürgen Heimchen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit, Wuppertal; Urs Köthner, Dipl. Sozialarbeiter, Sozial-/Suchttherapeut, Vorstandsmitglied Im Bundes- und Landesverband NRW von akzept e.v. + wechselnde Teilnehmer;

Moderation: Cornelia Benninghoven, Journalistin
Filmbearbeitung: Simon Maier, Krisenhilfe Bochum.

„Quo Vadis Drogenhilfe und Drogenpolitik 

Eine kritische Bestandsaufnahme der Lage in der Drogenhilfe und ein Plädoyer für mehr drogenpolitisches Engagement".

Gehalten anlässlich der Fachtagung vom Landesverband akzeptNRW e.V: "Das Erbe der Drogenhilfe: Legenden- und Zukunftsbildung"

am 19.3.2010 in Bochum.
Moderation: Cornelia Benninghoven, Journalistin
Filmbearbeitung: Simon Maier, Krisenhilfe Bochum

Prof. Dr. Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der FH Koblenz:

"Und täglich grüßt das Murmeltier? Ökonomische und sozialpolitische Infragestellung des bestehenden Drogensystems"

Vortrag gehalten anlässlich der Fachtagung vom Landesverband akzeptNRW e.V: "Das Erbe der Drogenhilfe: Legenden- und Zukunftsbildung" am 19.3.2010 in Bochum.
Moderation: Cornelia Benninghoven, Journalistin
Filmbearbeitung: Simon Maier, Krisenhilfe Bochum

Dr. Phil. Andreas Knoll, Dozent der Ev. FH Bochum:
"Braucht die Drogenhilfe Professionalität?"
Vortrag gehalten anlässlich der Fachtagung vom Landesverband akzeptNRW e.V: "Das Erbe der Drogenhilfe: Legenden- und Zukunftsbildung" am 19.3.2010 in Bochum.
Moderation: Cornelia Benninghoven, Journalistin
Filmbearbeitung: Simon Maier, Krisenhilfe Bochum